Posts by Christopher

Und schwups war DNS aus

Was lernen wir als kleine Kinder von unseren Eltern? Immer in beide Richtungen schauen bevor die Straße überquert wird. – Nur was ist mit Einbahnstraßen? Ist es schlau sich den unnötigen Blick in die verbotene Gegenrichtung zu sparen, oder ist es schlau das Unerwartete zu erwarten und trotzdem in beide Richtungen zu schauen?

Wenn es um Computer geht ist es meist am besten, auch mit dem Unerwarteten zu rechnen, das ist zum Beispiel eine wichtige Lektion wenn es um IT-Security geht, aber auch beim Debugging kann das viel Kopfzerbrechen sparen (aber leider meist keine Zeit). Aber auch in der Kommunikation mit Menschen kann das eine wichtige Lektion sein, sonst passieren manchmal nicht nur Dinge die gewollt waren, sondern auch Dinge die nicht gewollt waren. Besonders gefährlich ist, wenn Dinge als implizit gegeben angenommen werden und nicht explizit gesagt werden.


Wo mehr Plattenplatz her kommt

Als wir mit Uberspace angefangen haben, haben wir bekanntermaßen nicht damit gerechnet, dass das so groß wird. Das führte zu ein paar Fehlkalkulationen unsererseits, die verschiedene Probleme aufgeworfen haben, wovon die meisten aber schon lange gelöst sind. Ein hartnäckigeres Problem war das mit dem Plattenplatz. Zu Anfang hatten wir unseren VMs jeweils nur 400 GB Speicher zugewiesen, was sich im Verhältnis zu der Menge an Usern die wir auf die Server gelassen haben als Fehlkalkulation bei der Mischkalkulation herausgestellt hat (Rimshot). Wir lassen keine neuen User mehr auf diese Server, aber auch für die schon vorhandenen User ist der Platz zu knapp und wir müssen ihn vergrößern. Das ist allerdings leider nicht so einfach wie es vielleicht klingt.


Reboots

Ein Bug im libvirt-Paket von CentOS 6 hat zur Folge, dass wir in den nächsten Nächten leider 24 unserer Server rebooten müssen. Betroffen sind diese Server: alphard, avior, diphda, markab, mirfac, regulus, eltanin, enif, arcturus, alioth, alkaid, dubhe, peacock, sabic, suhail, bellatrix, acrux, betelgeuse, alnilam, alpheca, shaula, elnath, gienah und schedar. (Mist, schon wieder Appetit auf Käse.)

Hier sollen kurz die Gründe erläutert werden und bei der Gelegenheit mal ein genereller Überblick über das gegeben werden, was wir im Punkto Reboots in nächster Zeit vorhaben, denn wir planen Reboots in Zukunft deutlich häufiger durchzuführen als bisher und das ganze besser zu Kommunizieren.


Warum Default-Passwörter ein Übel sind

Ein spannender Fall aus dem Support, der hervorragend vorführt wieso Default-Passwörter ein Übel sind, so früh wie möglich geändert werden sollten und warum es besser ist Software von vornherein so zu schreiben, dasss sie ohne auskommt:

Ein User hatte sich nach der in unserem Wiki verlinkten Anleitung eines anderen Users OpenProject eingerichtet. Als ich mir die Sache später anschaute, sah es zunächst so aus als habe er einen wichtigen Punkt aus der Anleitung übersprungen:


Sicherheit und Kompatibilität

Disclaimer:

Wenn ihr die die Begriffe “eMail” und “sichere Kommunikation” in einem Zusammenhang hört oder lest (und nicht direkt dazu gesagt wird, dass bei eMail eben eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung fehlt), könnt ihr aufhören zuzuhören / zu lesen oder wahlweise auch die Bullshit-Bingo-Karte zücken und mit dem Ausfüllen beginnen.

eMail ist nicht sicher, jedenfalls nicht ohne PGP oder S/MIME, weil es eben an einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung mangelt (das gilt nebenbei auch für De-Mail, egal ob im Gesetz was anderes steht). Die ganze Verschlüsselung die wir heutzutage machen dient nur dazu a) die Passwörter zu schützen und b) es Dritten nicht ganz so leicht zu machen die Mails während sie von Server zu Server übertragen werden mitzuschneiden. Mindestens der Betreiber Eures Mailservers und der Eurer Kommunikationspartner könnten in die Mails reinschauen. Bei eMail ist nicht garantiert, dass der Absender wirklich derjenige ist der er zu sein vorgibt, die Kommunikation ist nicht vertraulich, es ist nicht garantiert dass die Nachricht in einer bestimmten Zeit oder überhaupt ihr Ziel erreicht, es ist nichtmal garantiert dass es in solchen Fällen eine Fehlermeldung gibt


POODLE: Es traf nicht nur HTTPS

Wenn Lücken wie POODLE bekannt werden, herrscht bei uns schon fast soetwas wie Routine. Diejenigen von uns die sich um solche Dinge kümmern verabschieden sich von allen Plänen für den Nachmittag, den Abend, die Nacht, machen im Browser Tabs mit den üblichen IT-News-Seiten, den Homepages der von uns verwendeten Softwares und (zur zwischenzeitlichen Entspannung) mit Katzen- oder Hundecontent auf und dann heißt es Warten auf Details und Softwareupdates. Bei POODLE wurde schnell klar, dass es diesmal weniger um Updates geht, als vielmehr darum SSL 3.0 endlich abzuschalten. Das sollte bei einem 18 Jahre alten Protokoll, das bereits drei Nachfolger hat eigentlich überhaupt kein Problem sein. (Um ganz ehrlich zu sein: eigentlich ist es eine Schande, dass SSL 3.0 und TLS 1.0 nicht schon seit Jahren überall abgeschaltet werden können.) Gerade nach der BEAST-Lücke in TLS 1.0 haben viele Browser auch mit 10jähriger Verzögerung endlich angefangen neuere Standards wie TLS 1.1 oder 1.2 zu implementieren, da sollte doch einer Abschaltung von SSL 3.0 wirklich nichts mehr im Wege stehen. Oder?