Posts by Jonas

LL#6 – Liebes Logbuch…

…endlich ist Uberspace 7.15 draußen, mit dem es endlich den lang ersehnten Support für DKIM gibt - und einen ganzen Haufen neuer Versionen: PHP bietet jetzt auch Version 8.2, node.js auch Version 18 und 19, .NET die Version 7, und für PostgreSQL stellen wir die Versionen 14 und 15 bereit. Wovon die Trennung weiterhin schwerfällt, ist PHP 7.4 - nach monatelanger Vorankündigung des End-of-Life-Termins und angekündigter Umschaltung auf PHP 8 gab es dann doch hier und da noch eine ganze Reihe Supportanfragen, und oft auch die erschrockene Erkenntnis, das Software, die heute noch nicht mit PHP 8 kann, in der Regel selbst schon ganz schön Staub angesetzt hat und vielleicht selbst ein Update vertragen könnte. Wie bisher kümmern wir uns darum, die Software, die Uberspace für euch ausmacht, aktuell zu halten - bitte kümmert euch analog dazu um die Software, die ihr selbst installiert. Danke! <3


LL#5 – Liebes Logbuch…

So, das mit dem “Wenn’s klappt, lesen wir uns an dieser Stelle so in knapp zwei Wochen nochmal” vom LL#4 hat ja dann… doch nicht so geklappt, aber wie das so ist: Gegen Ende des Jahres verschiebt sich der Fokus dann doch mehr ins Private, und betrieblich passiert schlicht ein bisschen weniger. Aber nun starten wir frisch ins neue Jahr!

Noch wird das CentOS 7, auf dem unser U7 basiert, rund anderthalb Jahre lang mit Updates versorgt. Es gilt insofern aber auch, keine Zeit zu verlieren, einen würdigen Nachfolger zu bauen. Die in LL#4 angekündigten Überlegungen, sich hierzu vielleicht ganz aus der Welt der RHEL-Nachbauten zu entfernen, haben sich konkretisiert und wir werden hier nun - wenn uns nicht spontan beim Bauen alles um die Ohren fliegt - auf eine Rolling-Release-Distribution setzen. Mehr aktuelle Software, für alle, auf Dauer! Auch ein für unsere Zwecke möglicherweise besser geeignetes Dateisystem ist in der Evaluation, und last but not least hat das Kind intern jetzt auch nicht mehr nur einen Arbeitstitel, sondern auch bereits den endgültigen Namen. Jetzt ist aber erstmal Schluss mit Teasern - wisset, dass wir euch und eure Bedürfnisse auf dem Schirm haben und hinter den Kulissen parallel zur Pflege von U7 fleißig an der nächsten Generation arbeiten, und natürlich auch an einer möglichst schmerzfreien Migration dorthin.


LL#4 – Liebes Logbuch…

Es gibt mal wieder ein neues U7-Release, dessen Änderungen sich wie üblich im ChangeLog nachvollziehen lassen. Neben diversen Updates und der Bereitstellung weiterer Kommandozeilentools (auf eure Wünsche hin - wir leiten ganz oft aus Supportanfragen ab, was potentiell sinnvoll und praktisch für alle wäre!) haben wir einen Mechanismus eingebaut, der allen supervisord-Services, die keine startsecs-Angabe haben, automatisch startsecs=30 verpasst. Hierbei handelt es sich um eine Einstellung, wie lange ein Service mindestens laufen muss, damit supervisord ihn als korrekt funktionierend betrachtet. Standardmäßig wird hier seitens supervisord nur 1 Sekunde lang gewartet - allerdings ist der Start einiger Applikationen, insbesondere derer mit vielen Abhängigkeiten und Modulen, so komplex, dass er länger als eine Sekunde dauert. Bricht der Service dann erst etwas später ab, startet supervisord ihn neu. Dabei wird unterschieden zwischen den Services, die mindestens startsecs viele Sekunden gelaufen sind: Bricht der Service früher ab, klemmt supervisord ihn nach zwei weiteren erfolglosenen Versuchen ab; hat er aber die Mindestdauer an Laufzeit erreicht, erfolgen diese Neustarts wieder und wieder. Das bedeutet, dass ein kaputter Service dann unendlich oft neu gestartet wird, permanent - und dabei jedes Mal aufs Neue CPU-Zeit verbraucht, in einem Umfang, der dann gelegentlich auch unser Monitoring Alarm schlagen lässt. Das ist schlecht für alle: Für uns, weil es gegebenenfalls zur Unzeit jemanden rausklingelt, um sich so eine Situation persönlich anzuschauen, und für euch, weil solche Vorgänge CPU-Zeit “klauen”, die anderswo sicher besser genutzt wäre. Leider ist es seitens supervisord nicht möglich, hier global einen anderen Wert als 1 Sekunde vorzugeben - das ist fest einkompiliert. Wir haben bereits versucht, anzuregen, eine entsprechende globale Einstellung anzuregen, leider ohne Erfolg. Daher nun die alternative Strategie: Wir verpassen jeder einzelnen Service-Konfiguration die entsprechende Einstellung. Wer an dieser Stelle andere Werte einstellen möchte, ist natürlich herzlich willkommen - die werden dann nicht angefasst.


LL#2 – Liebes Logbuch…

Wie lässt sich sozialer Zusammenhalt schaffen, wenn man in der Regel nur remote zusammenarbeitet? Kurz gesagt, eine definitive Antwort haben wir darauf auch nicht, aber wir probieren immer wieder Dinge aus. Eins davon war der “Open Friday”, ein regelmäßiger Termin, wo für uns einen Freitagnachmittag freigehalten haben, um 1-2 thematische Sessions zu machen, die nicht unmittelbar mit der Arbeit zu tun haben - mal ging’s um Grundlagen der Fotografie, mal um Erfahrungen mit Brotbacken, mal wurde aus einem privaten Ehrenamt erzählt, mal haben wir uns gegenseitig unsere Lieblingstools - elektronisch oder auch physisch - vorgestellt. Das hat oft viel Spaß gemacht, aber sich mit der Zeit ein wenig totgelaufen: Trotz niedriger Hürde, in dieser Runde etwas aus dem nicht beruflichen Alltag zu teilen, hatten sich zuletzt immer seltener Beiträge finden lassen, und so haben wir beschlossen, diesen Termin in unseren Kalendern erstmal abzureißen, ebenso wie einen alle zwei Wochen mittwochnachmittags stattfindenden “Telekaffee”. Was wir bei unserem Teamtreffen sehr deutlich gemerkt haben: Die meisten von uns dürsten zwar nach sozialer Aktivität - aber für die wenigsten von uns liefern Online-Formate dann tatsächlich das Gefühl von Zusammenhalt, das wir uns wünschen. Wir ziehen für uns daraus, dass gegenseitige Besuche in nächster Zeit erstmal wieder verstärkt dran sind, und unser bahn.business-Konto verzeichnet entsprechend schon wieder rege Ticketbuchungen. Trotz wehmütiger Gedanken an schöne Freitage: Es ist je nach Kontext oft keine Schande, etwas abzureißen, was einfach nicht mehr gut funktioniert, und zwar auch ohne schon den neuen, besseren Plan in der Schublade zu haben. Damit verbunden heißt es aber auch: darauf zu achten, welche Bedürfnisse sich nun wieder in den Vordergrund schieben - und jene zu artikulieren, damit sich daraus Neues entwickeln lässt.


LL#1 – Liebes Logbuch…

Seit gut über einem Jahr erstellen Mo und ich teamintern etwa alle 2-3 Wochen eine kleine Retrospektive. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es bei konsequentem Home-Office und dem damit verbundenen Fehlen von regelmäßigem Teeküchen-Schnack schnell passieren kann, dass Einzelne gar nicht mehr so unmittelbar mitbekommen, was in anderen Teams als dem eigenen (Operations, Development, Support…) so passiert. Die Retrospektive soll dafür sorgen, dass alle regelmäßig einen kleinen Überblick über “alles” bekommen, was in letzter Zeit so lief. Und nachdem das nun intern über ein Jahr lang gut geklappt hat, wollen wir diese Retrospektive künftig auch nach draußen zu tragen - zumindest die Teile davon, die wir auch für euch für potentiell interessant halten. Unter dem Titel “Liebes Logbuch…” halten wir euch insofern nun parallel dazu ein wenig auf dem Laufenden darüber, was bei uns, vom Changelog abgesehen, hinter den Kulissen noch so passiert ist. Auf geht’s!


Ein Bekenntnis zur freien Preiswahl. Und ein Aber.

Seit der Anfangszeit von Uberspace haben wir ein Preismodell, bei dem du wählst, was du monatlich zu zahlen bereit bist. Dabei ist es auch möglich, einen Preis zu wählen, der für uns eigentlich “zu niedrig” ist. Dieser wird dann von Anderen mit einem höheren Preis querfinanziert. Daran möchten wir auch weiterhin festhalten, führen aber trotzdem ein paar Änderungen ein:

Wählst du einen Preis, der unter dem als Budgetpreis empfohlenen Betrag von 5 Euro liegt, leiten wir dich künftig zunächst auf eine separate Seite um, die noch einmal erklärt, dass wir zu diesem Preis nicht nachhaltig arbeiten können. Es geht für uns darum, dass du einen niedrigeren Preis wirklich nur dann zu wählst, wenn ein Hosting bei uns ansonsten daran scheitern würde. Außerdem möchten wir dich auf dieser Seite über die Regelung für diesen reduzierten Preis informieren.


Organisch wachsen - gar nicht so leicht

Wir fallen mal direkt mit der Tür ins Haus: Wir würden gerne ein bisschen wachsen. Keine Sorge, wir reden hier nicht von heuschreckenartigem Risikokapital oder dem Ziel, den Laden höchstbietend zu verkaufen; ganz im Gegenteil: Wenn wir “ein bisschen” sagen, meinen wir das auch genau so. Konkret so um die 5 bis 10 Prozent, denn zuviel Wachstum auf einmal macht auch Dinge schwierig.

Vertrauenswürdige Zertifizierungsstellen und Softwareentwicklung: Mehr Chaos als gedacht

Neulich ist ja nun ein altes Root-Zertifikat von Let’s Encrypt abgelaufen und sehr zur Überraschung Vieler hat das zu einigen mehr - lösbaren - Problemen geführt als erwartet, auch bei uns. Eine der Ursachen ist, dass sich Listen vertrauenswürdiger Zertifizierungsstellen an viel mehr Stellen finden als man so gemeinhin annehmen würde.

Hintergrund

Kurz und knapp vorweg: Eine Liste vertrauenswürdiger Zertifizierungsstellen legt fest, welchen Zertifikaten vertraut wird und welchen nicht. Und wenn das jetzt irgendwie nach einer doch ziemlich wichtigen Geschichte klingt, dann, weil das eben auch wirklich so ist. Eine Angreiferin kann sich zwar problemlos ein Zertifikat erstellen, das auf die Domain deiner Bank lautet; keine vertrauenswürdige Zertifizierungsstelle sollte ihr allerdings eine Signatur dafür geben. Ohne diese wird dein Browser dich beim Aufruf der Domain per HTTPS mit Warnmeldungen überschütten, dass das Zertifikat nicht vertrauenswürdig ist.


Über Zertifikatsketten und Ablaufdaten

Heute haben ein paar Dinge ganz schön geknarzt, die mit Let’s Encrypt, OpenSSL und CentOS zu tun haben und deren Aufarbeitung vielleicht auch im Detail für euch interessant ist. Direkt vorweg: Die Erreichbarkeit deiner bei uns gehosteten Dinge per HTTPS war davon nicht beeinträchtigt.

Ausfall am 29.06.2021

Details zum Stromausfall am 29.06.2021