Organisch wachsen - gar nicht so leicht

Ein Foto eines süßen Kätzchens, das ein zartes Pflänzchen berührt

Wir fallen mal direkt mit der Tür ins Haus: Wir würden gerne ein bisschen wachsen. Keine Sorge, wir reden hier nicht von heuschreckenartigem Risikokapital oder dem Ziel, den Laden höchstbietend zu verkaufen; ganz im Gegenteil: Wenn wir "ein bisschen" sagen, meinen wir das auch genau so. Konkret so um die 5 bis 10 Prozent, denn zuviel Wachstum auf einmal macht auch Dinge schwierig.

Seit es Uberspace gibt, haben wir ein ziemlich organisches Umsatzwachstum verzeichnet; langsam, aber stetig - und so sind auch wir gewachsen: Gelegentlich mal ein weiteres Rack, gelegentlich mal eine weitere Person im Team. Alles sehr überschaubar, und ehrlich gesagt: Wir finden das auch gut so, wenn wir uns in einem Tempo entwickeln können, mit dem auch alle Schritt halten können. Am Ende ist ein Betrieb eben auch ein Organismus, der aus gewachsenem Wissen, gewachsenen Beziehungen und gewachsenen Prozessen besteht und bei dem allzu ruckartige Veränderungen auch mit Risiken verbunden sind, bereits Aufgebautes zu gefährden.

Nun haben sich allerdings mit wachsenden Umsätzen auch die Ausgaben in den letzten Monaten und Jahren durchaus ein wenig bewegt, und das fast immer nur nach oben. Damit meinen wir nicht die Kosten, die naheliegenderweise einfach wegen Mehrbedarf steigen (mehr Userinnen = mehr Server, mehr Bandbreite, mehr Supportvolumen), sondern beispielsweise der Bedarf an einem Datenschutzbeauftragten oder auch der Bedarf an DDoS-Protection an unseren Standorten - allein die kostet jeden Monat vierstellig. Und manchmal fallen auch Dinge vom Himmel wie eine Abmahnung, die Menschen mit Sachverstand Tränen in die Augen treibt und die auch ohne Eskalation zu einer Klage mehrere tausend Euro Anwaltskosten generiert. Auch Stromkosten schlagen mit ordentlichen Kostensteigerungen zu Buche: Als wir vor rund zehn Jahren mit Uberspace angefangen haben, lagen jene noch im Bereich von 0,17€/kWh - inzwischen an allen drei Standorten über 0,30€/kWh; für das nächste Jahr stehen hier weitere Erhöhungen ins Haus. Die mit Abstand am schwersten zu stemmende Investition ist jedoch, den gesamten Storage unseres Hostingprodukts auf SSDs umzustellen; ein Schritt, der ein kleines Vermögen kostet, dem erstmal überhaupt keine direkten Einnahmensteigerungen gegenüber stehen. Hier haben wir inzwischen rund 70.000 Euro investiert, um eure Uberspaces redundant und performant betreiben zu können - und haben immer noch Einiges vor uns.

Wie das nun mal so ist kann jeder Euro nur einmal ausgegeben werden, und Geld, das wir zum Beispiel in Hardware stecken, steht uns zum Beispiel eben nicht für eine weitere Entwicklerin zur Verfügung, für die wir aber offen gesagt richtig Bedarf hätten, um unser Hostingangebot ein wenig zügiger weiter zu entwickeln, als es uns im Moment mit zwei Vollzeit-Entwicklern möglich ist.

Nach wie vor sind wir davon überzeugt, mit unserem freien Preismodell auf dem richtigen Weg zu sein. Wenn wir mit anderen Menschen über unsere betriebliche Entwicklung und unsere recht überschaubaren Wachstumswünsche sprechen und der erste Rat dann oft lautet "Na, dann müsst ihr eben die Preise erhöhen", dann haben wir entsprechend gemischte Gefühle dabei, wollen den Gedanken aber auch nicht kategorisch ablehnen. Eine Steigerung von Einnahmen würden wir sehr viel lieber durch steigende Userinnenzahlen als durch höhere Preise realisieren, denn auf mehr Userinnen sind wir inzwischen ziemlich gut vorbereitet: In den letzten Jahren haben wir Stück für Stück immer mehr Dinge optimiert und automatisiert, um dafür mehr Zeit und Liebe in unseren Support und unsere Dokumentation stecken zu können.

Gerne wollen wir dir einen kleinen Einblick geben, was wir so vorhaben, und: Wir freuen uns wie Schneeköniginnen, wenn du vielleicht auch noch die eine oder andere Idee hast!

Mindestpreis

Um mal direkt mit dem kontroversesten Thema bei uns im Team loszulegen: Können wir unseren symbolischen, querfinanzierten Mindestpreis von 1 Euro weiterhin aufrechterhalten? Nach vielen Gesprächen dazu können wir sagen: Ja, das trauen wir uns weiterhin zu, aber wir haben uns dennoch etwas überlegt, was besser als bisher sicherstellen soll, dass die Nutzung eines querfinanzierten Preises bewusster als die Ausnahme angesehen wird, die sie bleiben muss, wenn wir nachhaltig wirtschaften wollen. Hierzu gibt es in Kürze noch einen ausführlicheren Blogpost, um diesem Thema angemessen gerecht zu werden.

Marketing

Anzeigen

Wie, was, wo, Werbung? Tatsächlich war das das vermutlich zweit-kontroverseste Thema bei uns im Team. Einigen von euch wird vielleicht gar nicht bekannt oder bewusst sein, dass wir in all den Jahren noch nie "klassische" Werbung gemacht haben - oder anders formuliert: Alle, die heute bei uns sind, sind in der einen oder anderen Art durch Empfehlung auf uns gekommen, weil ihr von uns weitererzählt habt, etwas über uns gebloggt oder getwittert habt. Ehrlich gesagt macht uns das krass stolz; ein bisschen ist es eben auch ein gewisser Coolness-Faktor. Aber wir möchten ja nun mal ein kleines bisschen wachsen, und da brechen wir uns keinen Zacken aus der Krone, wenn wir auch mal etwas Neues ausprobieren und uns ganz vorsichtig an ein bisschen Werbung versuchen. Dafür haben wir uns umgeschaut und sind mit EthicalAds.io auf eine Plattform gestoßen, mit der auch die werbeskeptischen Leute bei uns im Team wenig Bauchschmerzen haben: Nix mit Tracking, nur ein kurzer Text, und das in einem Software-Development-orientierten Umfeld. Wir haben dazu mit Alex von naii.io einige knackige Texte entwickelt und sind gespannt, wie sie wirken werden.

Eine Anzeige mit unserem Logo und dem Text: hey coder :wave: launch your app rapidly with uber-friendly tech support, and fair pay-what-you-want!
Kleine Vorschau für eine unserer Anzeigen

Landingpage

Nati und Mo aus unserem Team arbeiten derzeit an einer Landingpage, mit der wir versuchen wollen, besser in Kontakt mit einer leicht abweichenden Zielgruppe zu kommen, nämlich der, denen wir von unserer Philosophie her irgendwie sympathisch sind und die unsere Werte teilen, für die aber die Nutzung eines Terminals per SSH bereits eigentlich eine zu große Hürde darstellt. Hierbei geht es dann letztlich nicht nur um eine Marketing-Geschichte, sondern darum, sie auch mit weiteren Ideen zu begleiten: Auf der einen Seite noch mehr hürdensenkender und Lust auf Beschäftigung mit Technik machender Dokumentation; auf der anderen Seite denken wir darüber nach, auch etwas mehr an Leute zu vermitteln, die unsere Hostingplattform gut kennen und anderen dabei enger zur Seite stehen wollen, als wir das vom Support können - denn fest steht: Wir wollen nicht nur Lernen fördern, sondern auch Kooperation zwischen Menschen. Hier reifen unsere Ideen im Moment noch munter in unseren Köpfen.

Kosten sparen

Jede Buchhalterin weiß: Wer mehr verdienen möchte, sollte nicht nur schauen, wie sich mehr einnehmen lässt, sondern auch, wie sich auch Kosten sparen lassen. Ich kann inzwischen nicht mehr zählen, wie oft ich in den letzten Monaten den "Rat" gehört habe, doch die eine oder andere Person aus dem Team zu entlassen, wenn ich gerne mehr Geld für beispielsweise Hardware-Investitionen hätte - ein Gedanke, der mich zugegebenermaßen vollkommen befremdet, wenn er von Menschen geäußert wird, die nun wirklich fast gar keinen Einblick in unseren Betrieb haben, aber glauben, einschätzen zu können, dass hier angeblich Leute verzichtbar wären. In diese Richtung schauen wir insofern derzeit gar nicht und hoffen, dass wir das auch künftig nicht müssen. Stattdessen blicken wir im Moment vor allem auf zwei Stellschrauben:

Rack-Konsolidierung

An unserem ersten Standort bei Plus.line, wo wir damals mit U5 begonnen haben, bauen wir schon lange nicht mehr aus; neue Systeme bringen wir nur noch bei rh-tec und uvensys unter, die uns hier bessere Rahmenbedingungen bieten. Nach dem end of life von U5 befinden sich bei Plus.line ausschließlich Systeme von Serverkunden (Hosting/Housing), und nach einiger Planungsarbeit halten wir es inzwischen für realistisch, unsere dortigen drei Racks auf zwei zu konsolidieren - das spart dann effektiv rund 1.000 Euro im Monat ein: Nicht nur an Rackmiete, sondern auch an Klimatisierungskosten, die wir als Pauschale zum Rack bezahlen müssen, egal wie voll das Rack ist.

Bankkonto

Seit dem ersten Tag haben wir unser Konto bei der heimischen Sparkasse Mainz und sind damit in der Vergangenheit auch immer gut gefahren. Was Menschen, die nur ein privates Girokonto besitzen, vielleicht nicht bewusst ist: Die Modelle für Geschäftskonten sehen in aller Regel einen Preis pro Transaktion vor, sprich, nicht nur jede von uns getätigte Überweisung, sondern auch jeder Zahlungseingang kostet uns Geld. In der Vergangenheit wurden uns hier - ich sag mal -  einigermaßen okaye Sonderkonditionen eingeräumt, die wir vertraulich zu behandeln hatten; seit Anfang 2021 hat die Sparkasse Mainz allerdings ihre Kontomodelle auf ein neues Schema umgestellt und in diesem Zuge alle Sonderkonditionen abgeschafft. Da schlackern wir ganz schön mit den Ohren: Im Tarif mit der niedrigsten Grundgebühr verlangt die Sparkasse nun stolze 60 Cent für die Verarbeitung eines Zahlungseingangs, und selbst im Tarif mit der höchsten Grundgebühr - stolze 49,90 Euro im Monat - werden dafür immer noch satte 24 Cent verlangt. Spielraum für Verhandlungen gibt es nicht mehr; unsere einzige Option, wenn wir diese Preiserhöhung nicht mittragen wollen, ist ein neues Geschäftsgirokonto bei einem anderen Institut. Um euch eine Vorstellung für die Größenordnung zu geben: Wir verzeichnen regelmäßig über 4.000 Transaktionen im Monat, resultierend in über 1.000 Euro Transaktionskosten. Wenn ihr euch also schon jemals über diesen Abschnitt in unserem Manual gewundert habt...

Please consider transferring more than a month’s worth of funds when you top-up your account. The different fees we have to pay for your payment make small payments ridiculously more expensive for us. Meaning less of your money will actually reach us. If you are able to, please transfer more than 10€. You can always get your unused balance back using a refund.

... dann wisst ihr nun etwas besser, was es damit auf sich hat. Bei Kreditkartenzahlungen sieht es nicht anders aus: Stripe berechnet pauschal 25 Cent plus 1,4% des Umsatzes für europäische Kreditkarten. Wenn wir hier also eine Mindestaufladung von 5 Euro vorsehen, dann, um zu vermeiden, dass von einem einzelnen aufgeladenen Euro letztlich 26,4% bei Stripe verbleiben.

Dass Direktbanken in der Regel durch den Verzicht auf teure Filialen ganz anders kalkulieren können, liegt auf der Hand, aber selbst im Vergleich mit ganz traditionellen Filialbanken wirken die aktuellen Preise der Sparkasse Mainz nunmehr regelrecht absurd. Das "PremiumGeschäftskonto Plus" der Commerzbank hat zum gleichen Grundpreis schon mal 750 Buchungen inklusive, jede weitere kostet 10 Cent. Das "Business PremiumKonto" der Deutschen Bank kostet 29,90 Euro Grundgebühr und kostet 7 Cent pro Buchung. Gehen wir in den Bereich der Volks- und Raiffeisenbanken, so kostet das Geschäftskonto "aktiv" der MVB Mainz 39,90 Euro Grundgebühr und dann 9 Cent pro Buchung. Und dann kommt die Sparkasse Mainz und verlangt das Zwei- bis Dreifache davon?

Wir werden insofern mittelfristig zu einem anderen Institut wechseln und dann auch direkt die Gelegenheit nutzen, hierbei eins zu wählen, das sich Nachhaltigkeit und Fairness auf die Fahnen geschrieben hat - möglicherweise lassen sich so nicht nur Kosten sparen, sondern auch direkt mehr positiver Einfluss auf die Finanzbranche ausüben. Im Moment haben wir hier die GLS Bank oder die Ethikbank im Auge; wenn ihr selbst Erfahrungen mit Geschäftskonten bei nachhaltigen Banken habt, freuen wir uns, wenn ihr jene mit uns teilt, denn noch ist nichts entschieden. Aufgrund der Vielzahl von Daueraufträgen, die auf das Sparkassen-Konto überweisen, wird es so oder einen (vielleicht jahre)langen Parallelbetrieb beider Konten geben müssen, aber wir wollen den Anfang machen.

Hürden senken

Mehr Newbie-Doku

Dass das Hosting bei uns für manche, die eh schon die Arbeit auf einer Shell gewohnt sind, eher ungewöhnlich einfach ist ("cool, da kann ich ja direkt mit git arbeiten und Cronjobs anlegen und in die Logs gucken und alles ist einfach so wie ich es von Daheim kenne und brauche"), so wissen wir natürlich auch, dass die Shell für viele andere eine Hürde darstellt, die erstmal heftig Respekt einflößt. Zwar freuen wir uns von Herzen über jeden Menschen, der die Hürde nimmt, bei dem die Groschen nur so fallen und der dann feststellt, alles halb so wild, eigentlich sogar ganz einfach und sogar praktisch, aber wir tun für unseren Geschmack noch zuwenig dafür, Leuten über diese Hürde zu helfen. Deshalb haben wir uns vorgenommen, noch stärker daran zu arbeiten, Dokumentation zu erstellen, die Menschen mit erstmal noch wenig Kenntnissen, aber zumindest einem Funken Motivation und Neugierde dabei zu helfen, bei uns heimisch zu werden. Es kursieren auch noch ein paar weitere wilde Ideen, von Einführungsvideos bis hin zu Onlineschulungen, wobei wir uns natürlich auch nicht übernehmen wollen und lieber eine Sache gut als viele Sachen mittelmäßig machen. Aber unser Commitment ist klar: Wir finden es wichtig, dass immer mehr Menschen nicht nur ein "Opfer" der sie umgebenden Computer sind, sondern ihnen aufzuzeigen, dass jene auch beherrschbar sind, und auf diesem Weg wollen wir Begleitung bieten.

Multi-Userinnen-Accounts

Wir sind uns bewusst, dass unser derzeitiges Modell, bei dem jeder einzelne Hostingaccount für sich steht, insbesondere für Leute, die mehrere Accounts bei uns haben, nur so semi-geil ist, und eine Möglichkeit zu bauen, hier für mehr Einfachheit zu sorgen, steht schon lange - sehr lange - nicht nur auf eurer, sondern auch auf unserer eigenen Wunschliste. Wir wissen, dass wir so einige Webdesignerinnen unter unseren Userinnen haben, die für ihre Kundinnen auch das Hosting verwalten, und denen möchten wir es gerne künftig leichter machen. Aus dem reinen Eintrag auf einer Wunschliste ist in den letzten Wochen auch erster Code entwachsen: Dass wir inzwischen bei der Registrierung etwas forscher nach einer E-Mail-Adresse fragen, hat nicht nur den Grund, dass es uns wichtig ist, euch verlässlich kontaktieren zu können, wenn was ist, sondern auch, dass wir künftig in einem ersten Schritt einen Login via E-Mail-Adresse ermöglichen wollen, um dann alle zugeordneten Accounts verwalten zu können, und in einem zweiten Schritt statt dem nach heutigen Maßstäben zugegebenermaßen etwas unwürdigen Passwort-Sharing ermöglichen wollen, auf Wunsch weitere Mitbenutzerinnen per E-Mail-Einladung zu einem bestehenden Account dazu zu holen.

Diese Maßnahme bringt natürlich nicht unmittelbar höhere Einnahmen; es wäre aber ein wenig unehrlich, hier nicht auch herauszustellen, dass wir uns davon schon auch erhoffen, insbesondere für Webdesignerinnen und Developerinnen attraktiver zu werden und sie zu ermutigen, ihre künftigen Projekte vorzugsweise dann eben auch bei uns zu hosten und vielleicht sogar ihre bestehenden Projekte zu uns zu migrieren.

Deine Ideen für mehr Empfehlungen

Wir sind nach wie vor davon überzeugt, dass das beste und nachhaltigste Mittel für gesundes Wachstum ist, wenn wir von Menschen, die mit Uberspace zufrieden (oder sogar davon begeistert) sind, an andere empfohlen werden, die uns noch entdecken wollen - oder vielleicht wiederentdecken, weil sie uns zu Zeiten von U5 verlassen haben und noch gar nicht wissen, dass wir heute zum Beispiel mit vollautomatischer Let's-Encrypt-Integration zwecks HTTPS für alle oder der Möglichkeit, eigene Web Backends direkt und ohne frickelige .htaccess-Dateien an unser Web-Frontend anzubinden, technologisch deutlich entwickelt haben.

Klassische Mittel, um mehr Empfehlungen zu generieren, wären beispielsweise irgendwie entlohnte Referrals nach dem Motto: Für jede neue Person, die du zu uns bringst, bekommst du einen kostenlosen Freimonat. Das fanden wir früher schon doof; wir finden es auch heute noch doof, denn abgesehen davon, dass man sich einen - fast, 1 Euro eben - kostenlosen Freimonat ja auch ohne Vorbedingung klicken kann, treibt uns auch weiterhin die Sorge um, dass eine Empfehlung, die mit finanziellen Vorteilen erkauft wird, falsche Anreize setzt. Uns ist deshalb wichtig, dass jede Person, der wir empfohlen werden, sicher sein kann, dass die Empfehlung aus Überzeugung resultiert und aus nichts anderem.

Und auch andere Aktionen, die im Brainstorming auf den Tisch kamen, wie "Für jeden neuen Account lassen wir irgendwo einen Baum pflanzen" haben letztlich immer auch ein Geschmäckle: Wir sind sicher, dass du selbst mindestens genauso gute Ideen hast, wie sich der Planet erhalten lässt, und unser freies Preismodell ermöglicht dir, ein bisschen weniger bei uns zu lassen und dafür ein bisschen mehr dort, wo es dir eine Herzensangelegenheit ist - hier geht's letztlich um deine Autonomie, mit deinem Geld machen zu können, was du willst. Denn bei allen Wünschen nach etwas Umsatzwachstum sind auch wir einigermaßen konsumkritisch: Wir wollen nicht, dass du dir wegen ein bisschen Greenwashing einen Account bei uns klickst, den du eigentlich nicht bräuchtest. Wir schauen unsererseits laufend, wo wir Dinge nachhaltig(er) gestalten können; von Ökostrom im Rechenzentrum (bei rh-tec hat's übrigens auch schon ein Dach voller Solarpanels zum Eigenverbrauch) über Firmenfahrräder statt Firmenwagen hin zu Bahnreisen statt Flugreisen, und wir vertrauen darauf, dass du selbst das in deinem Alltag auch tust. Daraus wollen wir keine psychologische Feel-Good-Falle bauen, nur um vielleicht etwas mehr Umsatzwachstum zu generieren.

Insofern spielen wir an dieser Stelle den Ball gerne zu dir: Gibt es Dinge, die dich davon abhalten, uns an andere weiterzuempfehlen? Was wäre dir wichtig; wo besonders müssen wir besser werden, um uns deine Wertschätzung zu erarbeiten? Viele unserer Ideen gehen auf Anregungen von Menschen wie dir zurück, und wir möchten gerne weiter zuhören. Deshalb freuen uns darauf, von dir zu hören, egal ob per Mail, auf Twitter oder auf Mastodon. Ganz viel Liebe dafür! <3

Photo by Dim Hou on Unsplash