Aus der Münchner Abendzeitung im Mai dieses Jahres:
Dieser Spaß ging nach hinten los: In einer Überweisung an einen Freund trug ein Münchner im Januar als Verwendungszweck unter anderem „bin laden“ ein – und geriet so ins Fadenkreuz der Ermittler.
Sein Name steht nun zehn Jahre auf der schwarzen Liste der Bundesbank, wegen des nicht begründeten Verdachts der versuchten Terrorfinanzierung.
Der Titel des Artikels bezeichnet den fraglichen Verwendungszweck als “schlechten Witz”, aber das, was hier ein noch viel schlechterer Witz ist, ist ja wohl die völlig wahnsinnige Folge einer simplen Überweisung, deren Zusammenhang mit tatsächlicher Terrorfinanzierung man ja nun wirklich arg in Zweifel ziehen kann. Als wenn ein Geldwäscher Überweisungen mit dem Verwendungszweck “Geldwäsche” tätigen würde, oder Bombenbauer ihre Lieferanten per Überweisungen mit “10kg Plutonium gem. Auftragsbestätigung vom …” bezahlten.