LL#13 – Liebes Logbuch…

Ein bisschen ruhiger ist’s im Moment - nach einer intensiven Woche auf dem Teamtreffen waren die letzten Wochen vor allem von Kleinkram hier und da angefüllt, und das meiste davon eher interner Natur. Aber an unserem Netzwerk hat sich viel getan!

Eine Sache, die wir mit der Inbetriebnahme eigener Router eingeführt haben, haben wir jetzt erstmal wieder zurückgerollt und haben uns vom Full-Table-Routing verabschiedet. Das ist ohnehin ein wenig sinnfrei, wenn wir ohnehin nur einen Uplink-Provider und keine Peerings anderswohin haben. Auf jeden Fall haben wir in unserem Monitoring direkt bemerkt, dass sich die Last unserer Router verringert hat und auch die Round-Trip-Time unserer Datenpakete.


LL#12 – Liebes Logbuch…

Endlich wieder Teamtreffen! Dieses Jahr haben wir eine Woche gemeinsam im Waldschlösschen bei Göttingen verbracht und die Zeit des Wiedersehens in Präsenz umfangreich genutzt, um nicht nur über die größeren Dinge zu reden, die in diesem Jahr noch so anstehen, sondern vor allem auch, um bei Mahlzeiten, im Garten, auf Waldspaziergängen und bei abendlichen Eierlikör- und Pfefferminztee-Gelagen untereinander wieder besser in Kontakt zu kommen. Auch diesmal waren wir nicht ganz unter uns: Unsere frühere Kollegin Sabrina, die ihr noch aus dem Support kennt, hat uns besucht - sowie außerdem, sozusagen als Sneak Preview, unsere künftige Kollegin Bokan, die uns ab September im Development unterstützen wird (kleiner Spoiler, hehe). Wir haben außerdem, wie es sich inzwischen zur Tradition entwickelt, auf die Finanzen des Betriebs geschaut und gemeinsam die Gehälter für das nächste Halbjahr festgelegt.


LL#11 – Liebes Logbuch…

Manchmal kommt beim Aufräumen dann doch etwas unter die Räder, wo einem erst später einfällt, dass man es vielleicht doch nochmal brauchen könnte. Ein kleines bisschen verhält es sich mit PHP 7.4 so, das ein bisschen wieder zurückgekommen ist - aber: Nur für die Kommandozeile, nicht für den Betrieb von Websites. Beim Aussortieren von Versionen von Programmiersprachen, die end of life sind, sind wir ja inzwischen ein wenig strikter und wollen das auch noch ausbauen. Allerdings resultieren daraus manchmal Folgeprobleme, für die es dann doch pragmatische Workarounds braucht - im konkreten Fall beispielsweise bei älteren Nextcloud-Versionen, die noch nicht mit PHP 8 tun, und bei denen aber auch schon der kommandozeilenbasierte Updater auch schon nicht mit PHP 8 tut, also simpel gesagt auch kein Updaten mehr möglich ist, außer komplett per Hand. Für genau solche Fälle stellen wir dann doch noch bis auf Weiteres PHP 7.4 wieder bereit, damit mit dessen Hilfe ein Nextcloud-Update auf eine Version durchgeführt werden kann, die dann mit PHP 8 funktioniert.


LL#10 – Liebes Logbuch…

Nästa: Malmö - und von dort mit dem Öresundståg weiter nach Kopenhagen, der letzten Etappe für heute. Und damit Zeit für die Notizen vom 2. Juni, ihr merkt, das Aufholen läuft! :)

Es mag sich vielleicht noch ein bisschen unwirklich anfühlen, aber so langsam gehen postpandemisch auch die Teilnahmen an Konferenzen wieder los, die uns offen gesagt über so lange Zeit wirklich gefehlt haben. Es geht am Ende doch nichts darüber, anderen Menschen persönlich zu begegnen, und die vielen Begegnungen, die eher am Rand einer Konferenz auf irgendwelchen Fluren oder an irgendwelchen Kaffeeständen stattfinden, weiß vermutlich jeder Mensch zu schätzen, der schon auf solchen Konferenzen war. Jedenfalls hat jemand aus unserem Team endlich mal wieder an einer DjangoCon teilnehmen können, die dieses Jahr in Edinburgh stattfand - was hilfreich ist, weil wir intern so Einiges mit Django machen und auch unsere jüngste Stellenausschreibung darauf ausgerichtet hatten. Die Saison ist damit eröffnet und findet auf der Gulaschprogrammiernacht in wenigen Tagen ihre Fortsetzung, wo ihr auch jemanden aus unserem Team antreffen könnt.


LL#9 – Liebes Logbuch…

Während weiter die wunderbare schwedische Landschaft an mir vorbeirast, klaube ich meine Notizen vom 16. Mai heraus. Was gibt’s Neues bei uns?

Es ist vollbracht: Nachdem luto teils mit Leah, teils mit mir zusammen insgesamt fünf Bewerbungsgespräche geführt hat - wie bei uns üblich fahren wir dabei zu den Leuten in die jeweilige Stadt, um uns dann ausgiebig Zeit zum Kennenlernen zu nehmen - haben wir uns beraten und uns schließlich für eine Person entschieden und jene sich auch für uns. Ab September kann sich unser Development-Team über Zuwachs freuen! Für uns ist es wichtig, gerade im Hinblick darauf, dass Mitte nächsten Jahres CentOS 7 als Basis unserer derzeitigen U7-Plattform sein End of Life erreicht und wir bis dahin seinen Nachfolger nicht nur fertiggestellt haben müssen, sondern auch die Migration darauf abgeschlossen haben wollen. Auch wenn die Arbeiten dafür schon seit längerer Zeit laufen: Jetzt ist es an der Zeit, den Entwicklungsprozess mit mehr Zeit und Energie auszustatten. Und auch wenn der September noch eine Weile hin ist, hat sich die Gelegenheit ergeben, dass im Rahmen unseres diesjährigen Teamtreffens Ende Juni im Waldschlösschen unser Neuzuwachs auch schon mal zwei Tage reinschauen kann. Wir freuen uns - und verraten euch dann auch, wer bei uns in Zukunft mitarbeitet.


LL#8 – Liebes Logbuch…

Es gilt ein wenig Verzug aufzuholen. Die Geschehnisse der letzten Wochen sind im Moment nur als Notizen festgehalten und wollen noch aufbereitet werden - was während intensivem Interrailen zugegebenermaßen etwas ins Hintertreffen geraten ist, denn der Gedanke, dass sich Reisen und Arbeiten doch leicht kombinieren lassen, war vielleicht doch ein wenig blauäugig. Aber dennoch: Dieser Logbuch-Eintrag wird gerade im wunderbaren X2000 von Stockholm nach Malmö geschrieben - das Internet an Bord ist schnell und stabil, das wünsche ich mir daheim in Deutschland auch so…


LL#7 – Liebes Logbuch…

Mit dem heutigen Karfreitag beginnen die Osterfeiertage, und während auch wir uns ein paar ruhigere Tage gönnen werden und in erster Linie das Monitoring schauen lassen, dass nichts ausfällt, ist noch etwas Zeit, um wieder ein bisschen auf die letzten Wochen zurückzuschauen.

Aber zunächst, last things first: In der Klage der Musikindustrie gegen uns, weil die Visitenkarten-Website des Projekts youtube-dl bei uns gehostet wird, hat jene vor dem LG Hamburg gegen uns obsiegt. Die Gesellschaft für Freiheitsrechte, die uns und unseren Anwalt in der Verteidigung gegen die Klage unterstützt, hat dazu eine Pressemeldung herausgegeben. Details gibt es bei netzpolitik.org oder für unsere englischsprachigen Freunde bei torrentfreak.com. Wir gehen gegen das Urteil in Berufung. Wer dabei helfen möchte, kann die GFF unterstützen.


LL#6 – Liebes Logbuch…

…endlich ist Uberspace 7.15 draußen, mit dem es endlich den lang ersehnten Support für DKIM gibt - und einen ganzen Haufen neuer Versionen: PHP bietet jetzt auch Version 8.2, node.js auch Version 18 und 19, .NET die Version 7, und für PostgreSQL stellen wir die Versionen 14 und 15 bereit. Wovon die Trennung weiterhin schwerfällt, ist PHP 7.4 - nach monatelanger Vorankündigung des End-of-Life-Termins und angekündigter Umschaltung auf PHP 8 gab es dann doch hier und da noch eine ganze Reihe Supportanfragen, und oft auch die erschrockene Erkenntnis, das Software, die heute noch nicht mit PHP 8 kann, in der Regel selbst schon ganz schön Staub angesetzt hat und vielleicht selbst ein Update vertragen könnte. Wie bisher kümmern wir uns darum, die Software, die Uberspace für euch ausmacht, aktuell zu halten - bitte kümmert euch analog dazu um die Software, die ihr selbst installiert. Danke! <3


LL#5 – Liebes Logbuch…

So, das mit dem “Wenn’s klappt, lesen wir uns an dieser Stelle so in knapp zwei Wochen nochmal” vom LL#4 hat ja dann… doch nicht so geklappt, aber wie das so ist: Gegen Ende des Jahres verschiebt sich der Fokus dann doch mehr ins Private, und betrieblich passiert schlicht ein bisschen weniger. Aber nun starten wir frisch ins neue Jahr!

Noch wird das CentOS 7, auf dem unser U7 basiert, rund anderthalb Jahre lang mit Updates versorgt. Es gilt insofern aber auch, keine Zeit zu verlieren, einen würdigen Nachfolger zu bauen. Die in LL#4 angekündigten Überlegungen, sich hierzu vielleicht ganz aus der Welt der RHEL-Nachbauten zu entfernen, haben sich konkretisiert und wir werden hier nun - wenn uns nicht spontan beim Bauen alles um die Ohren fliegt - auf eine Rolling-Release-Distribution setzen. Mehr aktuelle Software, für alle, auf Dauer! Auch ein für unsere Zwecke möglicherweise besser geeignetes Dateisystem ist in der Evaluation, und last but not least hat das Kind intern jetzt auch nicht mehr nur einen Arbeitstitel, sondern auch bereits den endgültigen Namen. Jetzt ist aber erstmal Schluss mit Teasern - wisset, dass wir euch und eure Bedürfnisse auf dem Schirm haben und hinter den Kulissen parallel zur Pflege von U7 fleißig an der nächsten Generation arbeiten, und natürlich auch an einer möglichst schmerzfreien Migration dorthin.


LL#4 – Liebes Logbuch…

Es gibt mal wieder ein neues U7-Release, dessen Änderungen sich wie üblich im ChangeLog nachvollziehen lassen. Neben diversen Updates und der Bereitstellung weiterer Kommandozeilentools (auf eure Wünsche hin - wir leiten ganz oft aus Supportanfragen ab, was potentiell sinnvoll und praktisch für alle wäre!) haben wir einen Mechanismus eingebaut, der allen supervisord-Services, die keine startsecs-Angabe haben, automatisch startsecs=30 verpasst. Hierbei handelt es sich um eine Einstellung, wie lange ein Service mindestens laufen muss, damit supervisord ihn als korrekt funktionierend betrachtet. Standardmäßig wird hier seitens supervisord nur 1 Sekunde lang gewartet - allerdings ist der Start einiger Applikationen, insbesondere derer mit vielen Abhängigkeiten und Modulen, so komplex, dass er länger als eine Sekunde dauert. Bricht der Service dann erst etwas später ab, startet supervisord ihn neu. Dabei wird unterschieden zwischen den Services, die mindestens startsecs viele Sekunden gelaufen sind: Bricht der Service früher ab, klemmt supervisord ihn nach zwei weiteren erfolglosenen Versuchen ab; hat er aber die Mindestdauer an Laufzeit erreicht, erfolgen diese Neustarts wieder und wieder. Das bedeutet, dass ein kaputter Service dann unendlich oft neu gestartet wird, permanent - und dabei jedes Mal aufs Neue CPU-Zeit verbraucht, in einem Umfang, der dann gelegentlich auch unser Monitoring Alarm schlagen lässt. Das ist schlecht für alle: Für uns, weil es gegebenenfalls zur Unzeit jemanden rausklingelt, um sich so eine Situation persönlich anzuschauen, und für euch, weil solche Vorgänge CPU-Zeit “klauen”, die anderswo sicher besser genutzt wäre. Leider ist es seitens supervisord nicht möglich, hier global einen anderen Wert als 1 Sekunde vorzugeben - das ist fest einkompiliert. Wir haben bereits versucht, anzuregen, eine entsprechende globale Einstellung anzuregen, leider ohne Erfolg. Daher nun die alternative Strategie: Wir verpassen jeder einzelnen Service-Konfiguration die entsprechende Einstellung. Wer an dieser Stelle andere Werte einstellen möchte, ist natürlich herzlich willkommen - die werden dann nicht angefasst.